Unsere größe Eule, der Uhu, brütet bevorzugt in Felsnischen. Hat es länger nicht geregnet, wird man anhand der weißen Kotspuren ("Schmelzspuren") auf die Anwesenheit der Eule aufmerksam.
In der Umgebung des Brutplatzes findet man gehäuft Beutetierreste. Da der Igel weit oben auf dem Speiseplan des Uhus steht, sind seine Bälge regelmäßig anzutreffen.
Der Höckerschwan hinterlässt oft über 15 cm lange, zweilappige Trittsiegel. In diesem Fall ist sogar von der Hinterzehe des linken Fußes ein Krallenabdruck zu sehen.
Die Schwimmhäute drücken sich nur in sehr weichem Untergrund ab. Wo der Boden etwas fester ist, sind nur mehr die Zehenabdrücke zu sehen.
In der Feldflur Ostösterreichs kann man auf die bis zu 9 cm langen Trittsiegel der Großtrappe treffen. Die kräftigen Abdrücke der Lauffüße sind leicht asymmetrisch und weisen dicke Zehen mit stumpfen Krallen auf.
Auerhühner leben im (Mittel-)Gebirge, wo man im Winter auf ihre Spuren stoßen kann. Da die Tiere sehr störungsanfällig sind, sollte man ihre Lebensräume meiden bzw. sich dort nur auf ausgewiesenen Wegen bewegen.
Die winterliche Losung dieser großen Hühnervögel besteht aus mehrere Zentimeter langen und rund einen Zentimeter dicken Würsten aus Pflanzenresten.
Das Geläuf des Birkhuhns ist sehr ähnlich, nur mit etwas kleineren Trittsiegeln und etwas geringeren Abständen dazwischen.
Birkhühner balzen im ausgehenden Winter bzw. zeitigen Frühling. Beim Imponiergehabe am Balzplatz hinterlassen die Hahnen mit ihren Flügeln Schleifspuren. Am Balzplatz sollte man sich äußerst umsichtig verhalten!
Alle Hühnervögel nehmen gerne ein Sandbad. Diese "Huderstellen" liegen an regengeschützen Stellen, beispielsweise unter schiefen Baumstämmen, unter Wurzelstöcken, ... Neben der eigentlichen Mulde im Sand kann man mitunter Federn und Kot finden.
Haselhühner sind die kleinsten Raufußhühner. Sie haben damit auch die kleinsten Trittsiegel mit dem geringsten Abstand zueinander.
Auch die Losung ist ähnlich wie bei den größeren Arten, allerdings nur etwas 2,5 cm lang und 0,5 cm dick.
Im Winter nehmen Raufußhühner - hier ein Haselhuhn - in kurzer Zeit viel Nahrung in den Kropf auf. Dann graben sie sich zum Verdauen in Schneehöhlen ein, wo sie von Feinden und Witterung besser geschützt sind.
An frisch verlassenen Schneehöhlen findet man regelmäßig Abdrücke der Schwingenspitzen, die die Haselhühner beim Abstreichen hinerlassen haben.
Fasane und andere Feldhühner haben im Winter keine "Balzstifte" als Schneeschuhe. Die Trittsiegel sind daher eine Spur schlanker und die Tiere sinken deshalb oft weiter im Schnee ein.
Maulwurfshügel in Wiesen werden von Fasanen (und Rebhühnern) bei trockener Witterung gerne als Huderstellen angenommen. Beim Sandbad verlieren sie meist Federn, die die Art erkennen lassen.
Wird ein Fasan von einem Habicht geschlagen, bleibt nach einer oder mehreren Mahlzeiten in der Regel nur ein Federhaufen zurück. Manchmal findet man auch noch Schnabel, Ständer und größere Knochen. Auch ein weißer Schmelzstrich vom Habicht kann vorhanden sein.
Den Rest des Jahres sind die Tiere in "Ketten" und "Völkern" zusammen und hinterlassen mitunter 20 Geläufe.
Die Losung des Rebhuhns ist etwa 2-3 Zentimeter lang und 0,5 Zentimeter dick und hat an einem Ende einen weißen Überzug. An Ruhe- und Übernachtungsplätzen kann es zu Losungsansammlungen kommen.
Die großen Trittsiegel und Geläufe von Graureihern findet man an Gewässern, manchmal auch auf Äckern. An den langen Hinterzehenabdrücken kann man sie leicht von Störchen unterscheiden.
Krähenspuren sind in der Kulturlandschaft allgegenwärtig. Man findet sie z.B. auch regelmäßig am Komposthaufen. Neben den Trittsiegeln fallen auch durch die Nahrungssuche entstandene Spuren auf.
Eine Krähe mit Nistmaterial im Schnabel liefert erste Hinweise auf ein Krähennest. Das oft gut versteckte Reisignest findet man mitunter aber erst nach dem Laubfall im Herbst. Besonders gerne werden die Nester in Verzweigungen des Stammes errichtet.
Drei schmale, weit gespreizte Zehen und Stocherspuren vom Stecher verraten, dass eine Waldschnepfe auf diesem Waldweg auf Wurmpirsch war.
Eulen und Greifvögel würgen schwer verdauliche Nahrungsreste wie Mausehaare, Knochen, Insektenpanzer, ... als klumpenförmige Gewölle wieder hoch. Eulen haben eine weniger scharfe Magensäure als Greifvögel. In ihren Gewöllen sind die kleinen Mäuseknochen daher gut erhalten.
Die Gewölle der verschiedenen Arten unterscheiden sich in Größe, Form und Farbe. Der Fundort und damit der Lebensraum ist aber ein mindestens so wichtiger Hinweis auf die Art, von der ein Gewölle stammen könnte.



































